Ein Garten voller Farben

 

Eröffnungsrede anlässlich der Ausstellung

Cornelia Schuster-Kaiser „Hier, wo die dicken Bäume stehn …“ Malerei

Am 8.10.2016, 16 Uhr im Kunstverein Freital

Dr. Holger Birkholz

 

Die großen prächtigen Blütenballen von Hortensien, das freundliche Orange der Kapuzinerkresse, leuchtendes Gelb aus hoch aufwachsenden Sonnenblumen, der einsame Gruß eines ersten violetten Krokus im Frühjahr, der Prunk blühender Rhododendronbüsche, Kaiserkronen mit einem Reigen gelber oder orangefarbener Blütenglocken, munter nickend an einem Stengel aufgereihte, lilafarbene Kelche des Fingerhuts: das Spektrum der Farben, die der gut angelegte Garten im Laufe des Jahres bietet ist unerschöpflich.

Aber es sind nicht nur die Blumen, sondern auch die Bäume, schwelgend in Wolken weißer Blüten zu Beginn des Jahres, im Wechsel des Grüns von einem zarten hellen Anfang zum dunkel schattigen Laub des Hochsommers und dem Abschied in feurigen Rot- und Brauntönen, bis die Äste ein anderes Weiß, die Schneelast tragen müssen, die einladen, ihren Reichtum an Farben zu bewundern.

Selbst die Rasenfläche sieht immer wieder anders aus. Sie kann hellgrün erscheinen mit lustig weißen Blütentupfen des Gänseblümchens oder durchsetzt von Myriaden an Blausternen im Frühling. Auf ihnen lagert das Sonnenlicht, das von dort wiederum nach oben in die Baumkronen abstrahlt. Mit gelben, braunen und roten Flecken deckt das Laub im Herbst den Rasen zu, hellgelb die Blätter der Birke und rostbraun diejenigen der Kirsche. Hin und wieder sieht man auch Menschen und Tiere in diesem Garten.

Das ganze Jahr hindurch fesselt er mit seinem Wandel unsere Aufmerksamkeit. Gerade in der stetigen Veränderung, die manchmal so langsam vonstatten geht, dass man sie nicht bemerkt oder auch von einer plötzlichen Überraschung geprägt ist, wie dem unbeschreiblichen, plötzlichen Hervorsprießen ersten Grüns im Frühjahr, wenn nach längerer Trockenzeit ein segenspendender Regenschauer dafür sorgt, dass sich diese frühen Blätter in hellem freundlichen Grün entfalten.

 

Die Malerei von Cornelia Schuster-Kaiser konzentriert sich auf ein Motivfeld, dass ihr die ganze Fülle bietet, die sie braucht um ihre Farben zum Glühen und zur Entfaltung zu bringen. Es ist der Garten ihres Elternhauses, in dem die Künstlerin ihr Atelier hat. Sie beginnt alle ihre Werke in unmittelbarer Anschauung vor und Begegnung mit dem Motiv und führt es zügig auch davor aus, selbst bei „schlechtem“ Wetter, wenn ein leichter Regen fällt und ihr eine ganz eigene Lichtsituation bietet, in der ein Grün auf einzigartige Weise wirkt oder ebenso im Winter, wenn es die Temperatur gerade noch zulässt.

Dieser Ort ist der Künstlerin von Kindheit an vertraut und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb gelingt es ihr, ihn stetig neu zu entdecken. Üblicherweise stumpfen unsere Blicke ab, wenn wir Dinge immer wieder sehen. Nicht so Schuster-Kaiser, mit großer Neugier, einem sehr einfühlsamen Gespür für die Farben und Formen begibt sie sich auf die Suche durch diesen Garten nach Ansichten, Einblicken und Durchblicken, die sich anbieten um zu Malerei zu werden. Mit jedem Bild erschließt sie neue Perspektiven, die sie mit Staunen und einem Erkundungsdrang in vertrautes und dennoch fremdes Terrain betrachtet.

Es gibt ein Zitat von Novalis, das diese Sichtweise gut beschreibt:

„Indem ich dem Gemeinen einen hohen Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnißvolles Ansehn, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe,  so romantisire ich es.“

(Novalis, Vorarbeiten zu verschiedenen Fragmentsammlungen 1798, Nr. 105, in: Ders.: Werke, Tagebücher, Briefe, Bd. 2, Das philosophisch-theoretische Werk, hrsg. v. Hans-Joachim Mähl, München, Wien 1978, S. 334)

 

Das Wachstum und der Wechsel der Jahreszeiten, das Werden und Vergehen von Pflanzen, sowie insbesondere auch die Arbeit der den Garten bestellenden Menschen sorgen dafür, dass sich dieser begrenzte Raum verändert.

Schuster-Kaiser erzählt, dass vor allem ihr Cousin, der auch im Haus wohnt, sich um die Blumenbeete kümmert, der jedes Jahr die Dahlien wieder setzt und sie im Herbst nach hoffentlich reicher Blüte in ihr Winterquartier bringt, der die verblühten Dolden der Hortensien ausbricht, der den pink bis violetten Phlox hochbindet, damit seine reichen Blütenstände nicht beschwert vom Regennass im Schlamm verfaulen oder der entscheidet, dass die inzwischen braun gewordenen Köpfe des Sonnenhuts stehen bleiben, weil sie eine so schöne Form haben und zugleich auf anmutsvolle Weise die Wehmut veranschaulichen beim Abschied vom Sommer.

Damit bildet er die Voraussetzungen, dass wir diese und ähnliche Motive, die so flüchtig sind wie wechselnde Jahreszeiten und Wetterstimmungen, in Schuster-Kaisers Malerei festgehalten, hier betrachten können.

 

Aber auch in den Stillleben der Künstlerin findet sich eine Art Quintessenz dessen, was der Garten zu bieten hat: Früchte und schöne Blütenzweige werden ins Haus geholt und dabei aus dem ursprünglichen Kontext, in dem sie gewachsen sind, gelöst. Im neuen Umfeld auf dem Tisch bekommen sie in der Vereinzelung eine gesteigerte Aufmerksamkeit und sie begegnen einer anderen Schönheit, die in den Dingen liegt, mit denen sie sich hier konfrontiert sehen: Vasen und andere Gefäße, vielleicht eine Dose, im Winter eventuell auch ein „Weckmann“ – Naturschönheit stößt auf Kunstschönes.

Nicht selten sieht man solche Stillleben bei Schuster-Kaiser auch um einen Ausschnitt des Innenraums erweitert, der nicht zuletzt dazu dient ein Fenster in die Komposition zu integrieren, das wiederum den Blick nach draußen lenkt.

 

Das auch der Winter seine reichen Farbspiele im Garten treibt, zeigen die Winterbilder der Malerin. Es gibt Gemälde, die vornehmlich in Brauntönen gehalten sind, erdfarben und dunkel nach den vielen Regentagen im November, Bilder, in denen teils hier und da noch gelbe Flecken auftauchen, Reste von der Feier des Herbstes. Aber vor allem sind es die Varianten von Blau, die Schuster-Kaiser im Schnee entdeckt, der sich wie ein weiches Kleid über die Welt breitet. Sie setzt ihm gezielt Gelbtöne an die Seite, die ein geheimnisvolles Leuchten hervorbringen oder auch ankündigen, dass die Schneedecke bereits taut und durchscheinend geworden ist.

In diesen Schneebildern zeigt sich deutlich die besondere Relevanz der Baumstämme und Zweige für die Bildkomposition. Mit breiten Bahnen oder als graphische Strukturen durchziehen sie die Flächen. Ihre Rundungen modelliert die Künstlerin mit unterschiedlichen Farbabstufungen auf den Flanken der Stämme oder durch gezielt gesetzte Konturen in kontrastierenden Tönen. So kann eine Baumkante sich mit einem entschieden gezogenen Pinselstrich vom Hintergrund absetzen oder sie kann durch einen Ockerton akzentuiert werden.

 

Das Farbspektrum von Schuster-Kaiser folgt dem Reichtum der Farben in der Natur, setzt sich aber dennoch eigenständig davon ab. Dabei gibt es zwei mögliche Betrachtungsweisen für die Malerei, die obwohl sie konträr einander gegenüberstehen, dennoch miteinander verschränkt und zugleich wirken: Ist es so, dass die Malerei ihre Farben aus der Natur nimmt, von ihr inspiriert wird? Oder ist es so, dass die Malerei den Pflanzen ihre Farbe gibt, so dass sie nie mehr anders betrachtet werden können als in den Farben, die ihnen die Künstlerin zugewiesen hat?

In ihrem malerischen Blick werden Rottöne gesteigert, bekommt ein Gelb eine besondere Beweglichkeit, strahlen Grünflächen durchsetzt von Spielarten eines spezifischen Blaus eine große Ruhe aus.

 

Schuster-Kaiser spürt in jeder Farbe den Möglichkeiten nach, die einerseits dazu dienen die Natur zu beschreiben und andererseits den darin enthaltenen Gefühlen. Die Farben sind sorgsam aufeinander abgestimmt. Sie entfalten eine Leuchtkraft in ihrem Umfeld, die sie umso deutlicher erfahrbar macht und ihnen doch eine Funktion zuweist.

Die Künstlerin baut ihre Bilder in Flecken auf. Sie füllt größere Bildpartien mit ruhigen Tönen, die jedoch nie einfarbig sind, sondern immer Spuren von anderen Farben aufweisen, Abstufungen des Grundtons oder Schlieren einer Komplementärfarbe. Dadurch wird der Farbauftrag belebt, der Pinselduktus wird nachvollziehbar.

In diesen Flächen erscheinen einzelne Farben als Protagonisten, als Gruppen von Tupfen, die geballt zum Motiv einer Blütendolde werden. Sie schlagen den Bogen zu einer anderen Gruppe, die von einer weiteren leuchtenden Farbe bestimmt wird. Das führt dazu, dass der Blick kaum an einer Stelle verharren kann. Es gibt so viel zu entdecken, wie auch die Natur eine schier unüberschaubare Fülle bietet.

Schuster-Kaiser ordnet diese Vielfalt mit malerischen Mitteln.

Die Größe der Flecken ist zum Teil an unserer Seherfahrung orientiert, die eine besondere Aufmerksamkeit in die Mitte des Blick- und damit auch des Bildfeldes rückt. So erscheinen in einigen Bildern die zentralen Farbflecken größer als diejenigen, die zum Bildrand hin gesetzt wurden.

Auch die schon beschriebenen Baumstämme strukturieren den Bildraum und geben ihm eine Art rhythmischer Ordnung. Die Stämme korrespondieren miteinander in ihrer Neigung und unterteilen die Bildfläche in Zonen. Dieser vertikalen Ordnung steht in einigen Werken eine horizontale Schichtung entgegen, das sind die sanften Bodenwellen der Wiese, darüber die Blumenbeete als Streifen mit den farbigen Tupfen der Blüten und im oberen Bildbereich das verhaltenere Grün des Laubdachs.

 

Nur selten öffnet sich bei Schuster-Kaiser der Blick in den Himmel. Das Auge findet alles, was es sucht in diesem Garten, in der unmittelbaren Nähe. Auch die Durchblicke in die verschiedenen Gartenräume verlieren sich nicht in einer unbeschreiblichen Ferne. Diese Begrenztheit zeichnet das Gartenbild auch in seiner Unterscheidung vom Landschaftsbild aus, das in die Weite führt. Das Gartenbild zeigt eigentlich ein Interieur.

Im Sinne Schuster-Kaisers ist dieser Lebensraum zugleich eine Innenwelt. Die Beobachtung des Gartens im Laufe der Jahreszeiten wird dabei auch zum Spiegel für die inneren Befindlichkeiten, die nicht nur zu der Entscheidung führen, einen bestimmten Ausschnitt mit bestimmten Pflanzen zu malen, sondern auch diese in ausgewählten Farben festzuhalten.

 

Die Veränderlichkeit und Wandelbarkeit der Gefühlswelten treten in ein Verhältnis zum Wechsel in der Natur mit seinen unterschiedlichen Wetterverhältnissen und Jahreszeitenfolgen. Werden und Vergehen sind schon immer in der Kulturgeschichte Tageszeitenbilder eines Romantikers wie Caspar David Friedrich haben in ihrem emblematischen Verweis auf das menschliche Leben, mit Kindheit und Jugend, dem erwachsenen und greisen Alter zugleich auch die hoffnungsvolle Botschaft über die Begrenztheit des individuellen menschlichen Lebens hinauszuweisen, indem sie deutlich machen, dass auf jeden Winter wieder ein Frühling, auf jede Nacht ein Morgen folgt.

Nun sind Schuster-Kaisers Bilder vielleicht nicht auf vergleichbare Weise symbolisch zu lesen, wie Werke der klassischen Kunstgeschichte, aber auch in ihren Arbeiten gibt es Momente einer solchen Identifikation, am deutlichsten vielleicht in einem kleinen Bild, wie dem „Frühlingskrokus“.

 

Die Art wie Cornelia Schuster-Kaiser in ihrer Malweise Farbe kraftvoll ins Bild setzt strahlt eine große Intensität aus. Dort, wo sie sich in der Fülle blühender Blumen ergeht, gerät sie in Bewegung und vermittelt Lebensfreude. Wenn sie zurückhaltendere Farben einsetzt, in Herbst- und Winterbildern oder auch in Werken, in denen Valeurs von Grün dominieren, erreicht die Künstlerin eine Ausgewogenheit, die sehr beruhigend wirkt.

 

Der Garten ist bei Schuster-Kaiser ein Ort der Kontemplation, der unseren Blick ganz für die Pflanzenwelt einnimmt. Dabei verlieren wir uns an die Betrachtung, treten aus uns heraus und in den betrachteten Gegenstand ein. Im selben Moment eröffnet uns diese Selbstverlorenheit einen Pfad, der zurück führt in unser Innerstes.  

 

 

 

 

  

Im Garten der Kindheit

 

Gartenstücke: Malerei von Cornelia Schuster-Kaiser im Einnehmerhaus Freital

von Heinz Weißflog (DNN, 2.11.2016)

 

Gartenbilder, Stillleben und Interieurs der Dresdner Malerin Cornelia Schuster-Kaiser laden in einer Ausstellung des Freitaler Einnehmerhauses zu einem belebenden Rundgang ein, auf dem man das triste Novembergrau hinter sich lassen kann:

Die Malerin, die eigentlich Schriftsetzerin gelernt hatte, wollte nicht wie ihr Vater 

Horst Schuster (1930 - 2013) Buchgestalter werden, sondern entschied sich für die "freie Kunst", die Malerei. Ihre wichtigsten Motive dafür findet sie immer wieder im elterlichen Garten auf der Jägerstraße in Dresden hinter und vor dem Haus. "Es ist der Garten meiner Kindheit, in welchem ich gespielt habe, den ich im Wandel durch die Jahreszeiten immer wieder neu erleben konnte ...", schreibt die Malerin in einem Statement. Der historische, barocke Vorgarten wird im Sommer immer mit frischen Zierblumen und Stauden bepflanzt. Dort wächst auch die Lieblingsblume der Malerin, die Schneeballhortensie. Indem sie den Garten immer wieder von allen Seiten, aber auch aus gleicher oder ähnlicher Perspektive ohne Vorzeichnung malt, hält sie die wechselnden Licht- und Farbstimmungen fest, die jedes Bild zu einem Kleinod machen. Der jeweiligen Jahreszeit gemäß entstehen so berührende Gartenstücke mit Blicken, die, den Wegen folgend, in schattige Tiefen führen. Herbstlich gestimmte Bilder sind dabei ebenso berückend wie die von frischem Grün, den roten und weißen Blüten des Rhododendrons, belebten Blicken auf den Garten im Frühsommer.

 

Ein Motiv durchzieht die ganze Ausstellung: Der Blick auf den Hauptweg des Gartens unter den sich wie ein Dach über ihn wölbenden Bäumen, mal belaubt, blütenreich oder winterkahl, immer aber voller Beseelung des Baumgezweiges, das sich torartig öffnet oder sich wie beschützend über die Erde neigt. Es herrscht ein besonderer Animismus in den sich biegenden Bäumen. Das ist aber keine naive Malerei, denn Holger Birkholz (Laudator der Ausstellung) meinte, "die Malerin weiß ganz genau, was sie tut". In ihren Bildern scheint die Zeit still zu stehen. Die Eigenwilligkeit, mit der Cornelia Schuster-Kaiser sich über naturalistische Auffassungen und formale Konventionen hinwegsetzt, ist erstaunlich. Indem sie ihre eigene emotionale Bewegung, das Motiv leicht verändernd, in das Bild einbringt (in das auch die Optik der kindlichen Erinnerungen einzufließen scheint), entsteht eine ungewöhnliche Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart, eine besondere Poesie in Form und Farbe, die an große Vorbilder denken lässt, wie Paula Modersohn-Becker oder Maler der Dresdner Moderne, aber auch aktuelle Handschriften wie die von Christine Wahl, die ich in einigen Anklängen in den Aquarellen von Schuster-Kaiser wiederfand.

 

Cornelia Schuster-Kaiser (geb. 1966 in Dresden) nahm 1977 - 1980 Zeichenunterricht

bei der Malerin Maria Adler-Krafft. 1982 - 1986 besuchte sie die Abendschule der HfBK Dresden und absolvierte 1983 - 1985 eine Schriftsetzerlehre.

So wie Christiane Latendorf hatte auch sie eine prägende Begegnung mit dem Maler Horst Leifer. 1987 - 1992 studierte sie bis zum Diplom Malerei und Grafik an der HfBK Dresden in der Fachklasse von Professor Günter Horlbeck.

1994 - 1996 war sie Meisterschülerin von Professor Claus Weidensdorfer. Die Dresdner Maltradition hat sie bis heute wesentlich beeinflusst, darunter die große Naturverbundenheit und Bodenständigkeit der hier ohne kleinliche Beschränkung und Einseitigkeit schaffenden Künstler.

 

In den wie Folgen entstandenen Gartenstücken wiederholt sich oft das Inventar. Es sind nicht nur Pflanzen, wie die Hortensie oder der Rhododendron, die immer wiederkehren, sondern auch das Gitter des Balkons, die Sicht auf die geöffnete Balkontür oder Blicke aus dem Fenster, vor das stilllebenartig schöne Dinge gelegt sind. Im Interieur vereinigen sich Raumbilder, die auch mal konstruktivistisch angelegt sein können, wo Innen und Außen einander begegnen, wie der Blick vom Flur durch das Wohnzimmer in die Helle des Gartens. Die Beschränkung auf einen immer wiederkehrenden Ort, wie es der elterliche Garten ist, aber auch auf die Wohnung in Altkleinzschachwitz, wo vor allem die Stillleben entstehen, erweist sich so als Segen für Cornelia Schuster-Kaisers Malerei. Vertiefung ist das Ergebnis, eine schlichte Wahrheit über die Natur, in der das Jetzt mit der Kindheit verflochten ist: "Hier, wo die dicken Bäume stehn ..." (so der Titel der Ausstellung nach einer Verszeile eines Gedichtes des Pädagogen und Kirchenlieddichters Johann Peter Titz, 1619 - 1689) haben sich ihre Wurzeln fest in die Erde gegraben.